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Aalschonendes Turbinenmanagement (Action A 10 und C 8)

Verendete Aale nach Passage einer Wasserkraftanlage
In den Turbinen von Wasserkraftanlagen werden zahlreiche abwandernde Aale verletzt und getötet. Foto: W. Klein

Aale pflanzen sich nur einmal im Leben fort. Sie wandern dafür flussabwärts ins Meer bis vor die Küste Floridas und bewegen sich Kräfte sparend mit der stärksten Strömung. Dabei müssen sie in unseren Flüssen ganze Ketten von Wasserkraftanlagen passieren und geraten dabei häufig mit dem Sog in die Turbinen.

Weil die Art inzwischen vom Aussterben bedroht ist, verlangt eine EU-Aalschutzverordnung bereits seit 2007, dass mindestens 40% der abwandernden Aale unverletzt das Meer erreichen sollen. Doch bisher gibt es nur wenige funktionierende Aal-Abstiege an Wasserkraftanlagen.

Im LIFE-Projekt wird als Zwischenlösung ein aalschonendes Turbinenmanagement entwickelt und erprobt: An ausgewählten Wasserkraftanlagen werden Fangeinrichtungen installiert und damit die Abwanderungszeiten der Aale ermittelt. Mittels eines "Frühwarnsystems" können sich dann die folgenden Kraftwerke auf die Wanderbewegungen einstellen und den Turbinenbetrieb entsprechend steuern, bis hin zum kompletten Abschalten der Anlage für einen kurzen Zeitraum.